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Bürgerentscheid zur Fläche 170

Liebe Wattenbekerinnen und Wattenbeker!

Die Eindeutigkeit und die tolle Mehrheit beim Bürgerentscheid zur Ablehnung der Fläche 170 bedeutet für uns eine große Erleichterung; bei der Bekanntgabe standen nicht Wenigen die Tränen in den Augen. Das Ergebnis ist sowohl für Wattenbek als auch für die Nachbargemeinden Bordesholm, Negenharrie und Mühbrook höchst erfreulich, da alle vier Gemeinden gleichermaßen von den Auswirkungen der mindestens 7 Windkraftanlagen betroffen gewesen wären.

Das Votum setzt zudem ein klares Zeichen an die politischen Parteien und Lokalpolitiker, die Gesundheit von Mensch und Natur stärker zu gewichten als einzelne wirtschaftliche Interessen. Wir hoffen, dass die Meinung der Bürgerinnen und Bürger zukünftig stärker Eingang in die Entscheidungen der Gemeindevertretungen findet: Die Sorgen und Ängste der Menschen vor solchen langfristig unumkehrbaren Projekten müssen gehört, akzeptiert und ehrlich berücksichtigt werden.

Das Ergebnis setzt auch ein Signal an die Landespolitik, nachhaltige Rahmenbedingungen zu schaffen, bei denen die Gesundheit der Menschen im Vordergrund steht und neueste wissenschaftliche Erkenntnisse anerkannt werden. Denn nur eine Umwelt- und Energiepolitik, die auch nachhaltig den Schutz von Menschen und Natur respektiert kann zu der von Allen gewünschten und auch notwendigen positiven Energiewende führen!

Wir bedanken uns bei unseren vielen Unterstützern! Die Bürgerinitiative wird sich zu diesem Thema weiterhin für Bürgerinnen und Bürger einsetzen.


Kurzinfo zum Windpark in Wattenbek

Im Süden von Wattenbek wurde vom Innenministerium fälschlicherweise eine Fläche 170 ausgewiesen, die für den Bau eines Windparks geeignet sei. Diese fälschliche Ausweisung wurde leider bisher nicht zurückgenommen.

Die Gemeindevertreter von Wattenbek haben sich am 3.11. nun, überraschenderweise zwei Tage nach der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses vom 1.11., mit einem Votum von 9:5 für die Fläche ausgesprochen.

Beim Sitzungsprotokoll der gemeinsamen Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Versorgung und Verkehr und des Bau- und Planungsausschusses der Gemeinde Wattenbek am Mittwoch, dem 05.10.2011, wird der Ausschussvorsitzende noch zitiert, dass die Gemeinde der Ausweisung der Eignungsfläche 170 kritisch gegenüber steht. Der Antrag, eine solch schwerwiegende Entscheidung unter Einbeziehung aller Wattenbeker anhand eines Bürgerentscheides zu treffen, wurde von den Gemeindevertretern abgelehnt.

Damit ist der Weg geebnet, bis zu 7 Windkraftanlagen mit einer Höhe von mindestens 150 m am Ortsrand von Wattenbek zu installieren.

Der Bürgermeister, Herr Bräse, hat sich eindeutig gegen die Ausweisung ausgesprochen, da die Fläche ganz erheblich im Konflikt mit bestehenden Schutzgütern steht.

Die Nutzung von Windkraft in Schleswig-Holstein ist grundsätzlich sinnvoll, jedoch ist die Fläche 170 offensichtlich gänzlich ungeeignet. Die Windintensität entspricht einer B- oder C-Lage, verfügt daher nur über eine schwache Wirtschaftlichkeit. Die Grenze der Fläche befindet sich in einer Entfernung von 800 m zu bestehenden Wohngebäuden und von ca. 1.150 m zur Schule und dem Kindergarten in Wattenbek. Für die Bürgerinnen und Bürger von Wattenbek ist diese Ausweisung äußerst problematisch, da sie mit mehreren Risiken verbunden ist: