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01. November 2011

Der Ausschuss für Umwelt, Versorgung und Verkehr und der Bau- und Planungsausschusse der Gemeinde Wattenbek treten erneut zu einer gemeinsamen, öffentlichen Sitzung zusammen. Die Bürgerbeteiligung an dieser Sitzung ist mittlerweile deutlich höher.

Die in der letzten Sitzung vom 05.10.2011 nicht fertiggestellte Stellungnahme zur Teilfortschreibung des Regionalplanes ist zwischenzeitlich verworfen worden. Stattdessen ist eine eindeutig befürwortende Stellungnahme vorbereitet worden, die im Rahmen der Sitzung nur noch geringfügig ergänzt wird:

„Die Gemeinde Wattenbek unterstützt den Ausbau erneuerbarer Energie und stimmt der Ausweisung der Windeignungsfläche 170 in der Teilfortschreibung des Regionalplanes für den Raum III zu.

Mit der voraussichtlichen Jahresleistung der in diesem Gebiet aufzustellenden Windkraftanlagen ließe sich der jährliche Strombedarf der Gemeinde Wattenbek und des ganzen Amtes Bordesholm decken. Die Energiewende wäre vollzogen

Die Einspeisungsmöglichkeiten an 110kV oder 20kV am örtlichen Umspannwerk Wattenbek können genutzt werden. Der Bau neuer Transportleitungen ist nicht erforderlich.

Die Gemeinde wird die Möglichkeiten der Bauleitplanung (F-Plan und B-Plan) nutzen, um die Stromerzeugung so mit zu gestalten, dass Beeinträchtigungen der nächstgelegenen Bebauung und des Landschaftsbildes erträglich bleiben.

Die Hinweise der UNB sollten in die Bewertung einbezogen werden.

Die Eigentümer der Fläche werden aufgefordert, eine Absichtserklärung zur Bildung eines Bürgerwindparks zur Sitzung der Gemeindevertretung abzugeben.

Eine Vorprüfung der Abstandsflächen zur Wohnbebauung ist von der Gemeindevertretung zu prüfen.“

Trotz der erheblichen Einwände vieler Bürger wird die Formulierung der Stellungnahme in beiden Ausschüssen mit 5:1 und 6:1 Stimmen befürwortet.

Auf Anfrage aus der Bürgerschaft wird klargestellt, dass es sich bei den getätigten Aussagen hinsichtlich des Bürgerwindparks und der Vorprüfung der Abstandsflächen um eine Willenserklärung handelt, die keinen rechtsverbindlichen Charakter hat und ergebnisoffen ist.

Der Antrag von Herrn von Seidlitz (SPD) zu der Frage, ob die Fläche 170 zur Nutzung der Windenergie ausgeschrieben werden soll, einen Bürgerentscheid durchzuführen wird nach einer kurzen Diskussion nicht gestellt, sondern auf die Einwohnerversammlung vertagt.

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