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Archiv für die Kategorie „Presse“

Bürgerentscheid: Ergebnis wurde bestätigt (Holsteinischer Courier vom 26.01.2012)

Wattenbek. Die Mitglieder des Abstimmungswahlausschusses bestätigten am Dienstag die Ergebnisse des Bürgerentscheides vom Sonntag in Wattenbek. Mit dem amtlichen Endergebnis steht fest, dass die Bürgerinitiative gegen die Ausweisung einer Eignungsfläche für Windanlagen einen Erfolg eingefahren und damit den Beschluss der Gemeindevertretung gekippt hat. Damit die Planfläche 170 mit einer Größe von rund 140 Hektar von den Landesplanern nicht festgeschrieben wird, mussten sich mindestens 20 Prozent (470 Wattenbeker) der 2350 Wahlberechtigten auf die Seite der Ausweisungsgegner stellen. Diese Hürde wurde mit 33,02 Prozent genommen. Bei einer Wahlbeteiligung von 52,9 Prozent stimmten wie bereits berichtet 823 Wattenbeker mit Ja auf die Frage: “Sind Sie dafür, dass die Gemeinde Wattenbek eine ablehnende Stellungnahme zu der Fläche 170 im Entwurf der Teilfortschreibung des Regionalplans abgibt ?” Nein sagten 414 Abstimmungsberechtigte. Im Wahlbezirk 1 (Gemeindezentrum Schalthaus) sprachen sich dafür 374 Personen und 198 dagegen aus. Im Wahlbezirk 2 (Feuerwehrgerätehaus) fiel das Votum noch deutlicher aus: 449 Umlandbewohner kreuzten das Ja-Kästchen an, und nur 216 begrüßten den Beschluss der Gemeindevertretung für eine Flächenausweisung. Der mehrheitliche Beschluss der Gemeindevertretung ist für mindestens zwei Jahre außer Kraft gesetzt.

Quelle: Holsteinischer Courier / Günter Böge

Bürger kippen den alten Beschluss (Holsteinischer Courier vom 23.01.2012)

Bei einer Wahlbeteiligung von 53 Prozent sprechen sich zwei Drittel der Einwohner Wattenbeks gegen die Ausweisung einer Windkraftfläche aus

Wattenbek. Eine überwältigende Mehrheit der 2350 Wahlberechtigten ab dem 16. Lebensjahr sprach sich gestern beim Bürgerentscheid gegen die Ausweisung einer rund 140 Hektar großen Eignungsfläche für Windkraftanlagen aus. Damit ist die geltende Beschlusslage der Gemeindevertreterung Wattenbek gekippt. Wie berichtet hatte sich die Mehrheit der Ortspolitiker für die Ausweisung der Sonderfläche ausgesprochen.

Der entscheidende Moment: Günter von Seydlitz und Axel Höper entleeren nach der Stimmabgabe über die Ausweisung einer Fläche für Windkraftanlagen im Wahlbezirk 2 (Schalthaus) die Wahlurne. Foto: Böge

Das Bürgervotum in Wattenbek hat auch Folgen für die Nachbarn in Bordesholm, die mit rund zehn Hektar an der im Regionalplan ausgewiesenen Fläche mit der Nummer 170 beteiligt sind. Zu klein, um einen eigenen Eignungsraum auszuweisen, waren sie untrennbar an das Wattenbeker Bürgervotum gebunden. Allerdings mit der Möglichkeit, die basisdemokratische Entscheidung der Wattenbeker nicht unbedingt übernehmen zu müssen.

In Wattenbek gaben gestern insgesamt 1243 Personen ihre Stimme ab. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 52,9 Prozent. Die entscheidende Frage lautete: “Sind Sie dafür, dass die Gemeinde Wattenbek eine ablehnende Stellungnahme zu der Fläche 170 im Entwurf der Teilfortschreibung des Regionalplans abgibt?”

Mit Ja – und damit gegen die offizielle Ausweisung – stimmten 823 Wattenbeker (66,2 Prozent). Ihr Nein bekundeten 414 Abstimmungsberechtigte (33,3 Prozent). Sechs Stimmen waren ungültig. Nach Auszählung der Stimmen aus den beiden Wahlbezirken verkündete Bürgermeister Uwe Bräse das vorläufige Ergebnis um 18.52 Uhr im Gemeindezentrum. Die große Mehrheit der rund 60 Anwesenden brach in Jubel aus.

Stefan Bauchrowitz als Mitinitiator des Bürgerentscheides erklärte: “Für uns ein super Ergebnis und großer Erfolg. Wichtig für uns war ein Entscheid, der von einer großen Mehrheit getragen wird. Das ist gelungen.” Reiner Heyse dagegen war für die Ausweisung der Eignungsfläche: “Das Ergebnis finde ich enttäuschend, weil sich Wattenbek damit aus der Energiewende heraushält.”

Laut Bräse verlief der Wahltag angenehm ruhig. Die am häufigsten gestellte Frage lautete nach seinen Worten “Wie läuft es denn mit der Abstimmung. Ist die Beteiligung hoch?” Bereits zur Halbzeit kündigte sich nach Aussage der Abstimmungsvorsteher Klaus-Ingo Marquardt (Feuerwehrgerätehaus) und Axel Höper (Schalthaus) eine gute Wahlbeteiligung auch der Erstwähler an. Das amtliche Endergebnis wird nach Überprüfung der Zahlen durch den Abstimmungsausschuss am Dienstag, 24. Jaunar, um 18 Uhr, im Bordesholmer Rathaus verkündet.

Quelle: Holsteinischer Courier / Günter Böge

Morgen stimmen die Wattenbeker ab (Holsteinischer Courier vom 21.01.2012)

Bürgerentscheid zur Ausweisung von Flächen für Windenergie: 2345 Bürger ab 16 Jahren können ihr Kreuzchen machen

Wattenbek. Morgen ist es so weit: Die Wattenbeker können darüber abstimmen, ob die Gemeindevertretung ihren Beschluss zur Ausweisung von Windkraftflächen revidieren soll.

Anfang November hatten sich die Wattenbeker Gemeindevertreter mit neun zu fünf Stimmen für Windenergie-Flächen ausgesprochen. Dagegen wurde erfolgreich ein Bürgerbegehren auf den Weg gebracht, das morgen mit dem Entscheid endet. Es geht um die Fläche 170: Sie ist 141 Hektar groß und liegt zwischen Moor und Bondenholz. Beim Bürgerentscheid wird folgende Frage gestellt: “Sind Sie dafür, dass die Gemeinde Wattenbek eine ablehnende Stellungnahme zu der Fläche 170 im Entwurf der Teilfortschreibung des Regionalplans abgibt?” Darüber werden 2345 Wattenbeker ab dem 16. Lebensjahr abstimmen können. Der Gemeindevertreterbeschluss kann gekippt werden, wenn die Mehrheit der Stimmberechtigten die Frage mit Ja beantworten sollte und diese Mehrheit mindestens 20 Prozent der Stimmberechtigten (470 Menschen) beträgt.

Windkraftanlagen vertragen sich nicht mit dem Naturschutzgebiet

Rund 50 Zuhörer füllten den Sitzungsraum im Wattenbeker Gemeindezentrum. Es gab keine kontroverse Diskussion. Foto: Böge

Informationen der Initiative “Bürger informieren Bürger” (BiB) gab es am Donnerstag im Gemeindezentrum. Die Initiative ist gegen die Ausweisung der Windkraftfläche Nr. 170. Zur Veranstaltung kamen rund 50 Bürger, die von den BiB-Sprechern Dr. Matthias Brunke und Stefan Bauchrowitz eingestimmt wurden. Ihre Botschaft an die Zuhörer: “Geht zur Wahl und lehnt die Fläche ab. Nur durch eine hohe Wahlbeteiligung mit möglichst vielen Ja-Stimmen können wir den Beschluss der Gemeindevertretung kippen.” Sie begrüßen ausdrücklich den Ausbau erneuerbarer Energien, speziell der Windenergie als derzeit verträglichster Technik zur Stromerzeugung. Die Errichtung von bis zu 150 Meter hohen Windrädern auf dieser Fläche hätte jedoch ihrer Meinung nach erhebliche negative Einflüsse auf die Natur, das Landschaftsbild und die Anwohner. Denn der Landstrich befindet sich in einem Siedlungsbereich in der Nähe des Naturschutz- und Erholungsgebiets Dosenmoor. Sie fordern daher einen Mindestabstand von 2,5 Kilometern. Zulässig ist aber zum Beispiel ein Abstand von 400 Metern bis zur Einzelhausbebauung und 800 Metern bis zum nächsten geschlossenen Wohngebiet. Auch die Flächenausweisung steht ihrer Ansicht nach im krassen Widerspruch zu den politischen Bekenntnissen zum Erhalt der biologischen Vielfalt und darf nicht wegen der Energiewende zu einem Kahlschlag bei anderen gesellschaftlichen Schutzgütern führen. Hinzu komme der Infraschall durch den Betrieb der Anlagen, dessen Frequenz unter 20 Herz liegt und daher von Mensch und Tier nicht wahrnehmbar sei. Damit in Verbindung gebracht würden Gesundheitsschäden wie unter anderem Schlafstörungen, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Ohrendruck, Schwindel und Übelkeit.

Die Gegner zweifeln auch die Notwendigkeit der Windräder an. Dazu erläuterte Dr. Matthias Brunke, dass schon jetzt rein rechnerisch ungefähr 44 Prozent des Stromverbrauchs in Schleswig-Holstein aus Windenergie gedeckt werden könnten. Dafür sorgten bereits rund 2600 Anlagen mit einer Nennleistung von 2900 Megawatt. Hinzu kämen Planungen zur Nutzung der Windenergie in der Nordsee, wo bis zu 10 000 weitere Anlagen entstehen sollten. Das macht aus Sicht von Brunke den Bau neuer Anlagen im Land überflüssig.

Windkraft ist eine klimafreundliche Energie

Da die große Mehrheit der Zuhörer gegen die Flächenausweisung eingestellt war, entwickelten sich keine kontroversen Diskussionen. In der zweieinhalbstündigen Veranstaltung meldeten sich auch keine Befürworter zu Wort, obwohl sie im Saal waren, darunter auch Gemeindevertreter, die für die Ausweisung der Flächen gestimmt hatten.

Der Courier lässt die Befürworter an dieser Stelle nochmals zu Wort kommen. Sie argumentieren unter anderem, dass die Nutzung der Windenergie ein wesentlicher Bestandteil einer nachhaltigen Energiewirtschaft sei und durch die Nutzung von Windenergie keine Ressourcen verbraucht und keine Abfall- oder Reststoffe produziert würden. Es werde auch kein klimaschädliches Kohlendioxid ausgestoßen. Die Befürworter sagen, dass die Nutzung von Windenergie keine elementaren Gefahren für die Menschen berge wie beispielsweise die Atomkraft. Schließlich spielt für sie der finanzielle Aspekt eine Rolle: Die Gemeinde habe Gewerbesteuereinnahmen zu erwarten. Es gebe finanzielle Anreize für Anleger durch einen Bürgerwindpark; entsprechende Absichtserklärungen der betroffenen Grundstückseigentümer liegen bereits vor. Und die Windenergie könne ein weiteres Standbein für Landwirte darstellen. Befürworter Sönke Schröder (CDU) sagt: “Wenn es ein Ja für die Ausweisung gibt, wird die Gemeinde die Planungshoheit mit größtmöglicher Bürgerbeteiligung ausüben.”

Das Wahlergebnis des Bürgerentscheids wird morgen ab 18.30 Uhr im Gemeindezentrum Schalthaus nach Auszählung der Stimmen von Bürgermeister Uwe Bräse (CDU) verkündet.


Es gibt am morgigen Sonntag einen Hol- und Bringservice der BiB für alle Wähler mit gesundheitlichen Einschränkungen, der unter Tel. 0 43 22/13 80 zu erreichen ist.

Quelle: Holsteinischer Courier / Günter Böge

Das Thema Windkraft lockte 280 Zuhörer an (Holsteinischer Courier vom 11.01.2012)

Das Bürgerbegehren hatte Erfolg: Die Wattenbeker entscheiden darüber, ob Flächen für Windkraftanlagen ausgewiesen werden

Wattenbek. Informationen zum Thema Windkraft lockten vorgestern Abend etwa 280 Bürger aus dem gesamten Bordesholmer Land in den Plenarsaal des Bordesholmer Rathauses. Zu der Veranstaltung hatte die Gemeinde Wattenbek eingeladen, denn am Sonntag, 22. Januar, wird es dort einen Bürgerentscheid zur Windkraft geben.

Gut gefüllt war der Plenarsaal des Bordesholmer Rathauses. Das Interesse an Informationen über Windkraftanlagen war groß. Foto: Böge (2)

“Sind Sie dafür, dass die Gemeinde Wattenbek eine ablehnende Stellungnahme zu der Fläche 170 im Entwurf der Teilfortschreibung des Regionalplans abgibt?” Darüber werden 2345 Wattenbeker ab dem 16. Lebensjahr abstimmen können. Die Gemeindevertreter hatten sich bereits mehrheitlich für die Ausweisung einer rund 140 Hektar großen Eignungsfläche für Windkraftanlagen ausgesprochen (der Courier berichtete). Dieser Beschluss ist jedoch gekippt, wenn die Mehrheit der Abstimmberechtigten die Frage mit Ja beantworten sollte.

Trotz des großen Zuspruchs und trotz des Themas, das in den meisten Orten sehr emotional diskutiert wird, verlief die Veranstaltung der Gemeinde Wattenbek sehr sachlich. Großen Anteil hatte daran der Moderator Dr. Otto Flagge. Der ehemalige Kieler Stadtbaurat im Ruhestand blieb über drei Stunden Chef im Ring und stellte erst einmal klar, dass er persönlich unabhängig von allen sei, die am Podiumstisch saßen. Dazu zählten neben dem Wattenbeker Bürgermeister Uwe Bräse der Bordesholmer Amtsdirektor Heinrich Lembrecht, Andreas Kunte, ehemaliger Mitarbeiter des Landesamtes für Landwirtschaft, Umweltschutz und ländliche Räume (ULLR), der Informatiker Hans Bernhard Korthaus (Langenhorn/Nordfriesland), der Biologe Bernd Kopp vom Nabu Plön und Diplom-Ingenieur Heinz Peter Busch, Sachverständiger für Schallimmissionsschutz.

Zum Auftakt vermittelte Andreas Kunte den Zuhörern einen Einblick in das Genehmigungsverfahren. Bis Mai 2011 war Kunte dafür beim ULLR zuständig. Der Fachmann beantwortete auch die Frage eines Zuhörers, wie von den Landesplanern die Eignungsflächen überhaupt ermittelt werden. Antwort: Folien mit Ausschließungsgründen, wie zum Beispiel denkmalgeschützte Gebäude, Stromversorgungsleitungen oder Naturschutzgebiete, werden übereinander gelegt. Die am Ende des Stapels sich zeigenden weißen Flächen gelten dann als Eignungsräume.

Moderator Dr. Otto Flagge sorgte für eine gute Atmosphäre während der Debatte.

Über tieffrequente Geräusche und Infraschall durch Windkraftanlagen berichtete Heinz Peter Busch mit der abschließenden Aussage, dass er als Gutachter seit 20 Jahren keine unzulässigen Belastungen für Anwohner feststellen konnte. Dem widersprach Hans Bernhard Korthaus aus Nordfriesland. Er führte aus, dass der von den Windmühlen erzeugte Infraschall (Töne unter 20 Hertz und damit für Menschen unterhalb der Wahrnehmungsschwelle liegend) unter anderem Kopfschmerzen, Übelkeit, Schlafstörungen und erhöhten Blutdruck auslösen könne, wenn der Mindestabstand der Anlagen zur Wohnbebauung von bis zu 2,5 Kilometern nicht eingehalten werde. Seinen Ausführungen schloss sich aus den Zuhörerreihen eine Ärztin aus Negenharrie uneingeschränkt an.

Die Genehmigung der Eignungsfläche kann auch an einer Gefährdung der biologischen Vielfalt des Schutzgebietes Dosenmoor durch eine Windenergienutzung scheitern. Nach Erläuterungen des Biologen Bernd Kopp liegt das vor allem an den wegen des Artenschutzes besonders gefährdeten Greifvögeln (Rotmilan oder Seeadler), den Fledermausvorkommen und daran, dass Zugvögel die Planfläche 170 kreuzen. Der Flächenausweisung hatte bereits wie berichtet die Untere Naturschutzbehörde der Stadt Neumünster in einer Stellung an das Innenministerium eine klare Absage erteilt.

Quelle: Holsteinischer Courier / Günter Böge

Windkraft: Infos zu Bürgerentscheid (Kieler Nachrichten vom 16.12.2011)

Wattenbek. Alle 2345 wahlberechtigten Wattenbeker über 16 Jahre können am Sonntag, 22. Januar, beim Bürgerentscheid ihre Stimme für oder gegen die Ausweisung der Fläche 170 als Windparkeignungsgebiet abgeben.

Bereits ab Montag, 19. Dezember, werden im Bürgerbüro des Bordesholmer Rathauses die Briefwahlunterlagen ausgegeben. Wie bei den Abstimmungen in Negenharrie und Groß Buchwald ist auch für die Wattenbeker eine Info-Veranstaltung vorgesehen. Als Ort wählten die Gemeindevertreter den Sitzungssaal im Bordesholmer Rathaus.

Die für Montag, 9. Januar, um 19.30 Uhr vorgesehene Veranstaltung wird vom früheren Bordesholmer Bürgermeister Jürgen Baasch moderiert. Referenten sind die Windkraftfachleute Andreas Kunte, pensionierter Mitarbeiter des Landesamtes für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, sowie der Schall-Experte Henning Busch (Kronshagen). Ein weiterer Referent wird noch von der Bürgerinitiative benannt, die den Bürgerentscheid erzwungen hat.

Abgestimmt wird am 22. Januar von 8 bis 18 Uhr in zwei Wahlbezirken, als Wahllokale sind das Feuerwehrgerätehaus an der Schulstraße sowie das Schalthaus am Reesdorfer Weg vorgesehen. Die Wähler können bei der Frage „Sind Sie dafür, dass die Gemeinde Wattenbek eine ablehnende Stellungnahme zu der Fläche 170 zum Entwurf der Teilfortschreibung des Regionsplans abgibt?“ Ja oder Nein ankreuzen. Zur Abstimmung steht der 100 Hektar große Wattenbeker Anteil der insgesamt 140 Hektar großen Fläche 170 südwestlich der Gemeinde.

Quelle: Kieler Nachrichten vom 16.11.2011 / Sven Tietgen

Bürgerentscheid läuft am 22. Januar (Holsteinischer Courier vom 15.12.2011)

Das Bürgerbegehren hatte Erfolg: Die Wattenbeker entscheiden darüber, ob Flächen für Windkraftanlagen ausgewiesen werden

Wattenbek. Mit dem 22. Januar steht jetzt auch der Termin für die Abstimmung. Zuvor hatte die Kommunalaufsicht des Kreises Rendsburg-Eckernförde das Wattenbeker Bürgerbegehren zur Ausweisung einer 140 Hektar großen Eigungsfläche für zulässig erklärt (der Courier berichtete).

Dr. Matthias Brunke, Stefan Bauchrowitz und Marco Hoppe hatten das Begehren eingereicht, für das sich 717 von insgesamt 2345 abstimmungsberechtigten Personen ab dem 16. Lebensjahr ausgesprochen hatten. Auf der Gemeindevertretersitzung am Dienstagabend im Gemeindezentrum stimmten die Ortspolitiker um Bürgermeister Uwe Bräse dem Vorschlag der Verwaltung zu, den Bürgerentscheid am Sonntag, 22. Januar, zu organisieren. Folgende Frage soll von den Bürgern beantwortet werden. “Sind Sie dafür, dass die Gemeinde Wattenbek eine ablehnende Stellungnahme zu der Fläche 170 im Entwurf der Teilfortschreibung des Regionalplans abgibt?”

Einwohnerversammlung am 9. Januar

Gemeindevertreter hatten sich bereits Anfang November für die Ausweisung von Eignungsflächen im Dorf ausgesprochen. Dieser Beschluss wird gekippt, sollte die Mehrheit der Abstimmungsberechtigten die Bürgerentscheid-Frage mit Ja beantwortet. Das Ja müssen allerdings mindestens 20 Prozent der Stimmberechtigten ankreuzen.

Eine Infoveranstaltung zum Thema wird es bereits am Montag, 9. Januar, um 19.30 Uhr im Bordesholmer Verwaltungsgebäude und nicht wie ursprünglich geplant im Wattenbeker Gemeindezentrum geben. Grund: Der Bordesholmer Sitzungssaal bietet mehr Platz.

Dann ging es weiter in der Tagesordnung: Einen finanziellen Beitrag zum geplanten Pferdefreizeitpark in Reesdorf lehnten die Ortspolitiker mehrheitlich wegen der angespannten Haushaltslage ab. Nach einer Patt-Abstimmung der 14 Gemeidevertreter über Zuschüsse für die Umbau- und Sanierungsarbeiten des Abschiedshauses in Brügge fiel auch dieser Ausgabentitel dem Rotstift zum Opfer.

Um bei einem Schuldenbestand von 240 000 Euro nicht noch tiefer in den Keller zu rutschen, kamen die Kommunalpolitiker mit Verabschiedung des Etatentwurfs für 2012 um eine deutliche Anhebung der Realsteuersätze nicht herum. Die Grundsteuer A und B beträgt ab dem nächsten Jahr nunmehr 320 Prozent (plus 30 Punkte). Die Gewerbesteuer erhöht sich von 340 auf 360 Prozentpunkte.

Quelle: shz/Holsteinischer Courier (von G.Böge)

Ein realer Kampf gegen Windmühlen (ZEIT ONLINE vom 30.11.2011)

Schleswig-Holstein setzt voll auf den Ausbau von Windkraft. Die Branche freut’s, aber die Bürger sind entrüstet. An vielen Orten rebellieren sie.

Schleswig-Holstein setzt auf Windkraft: Bis 2020 soll die komplette Stromversorgung des Bundeslandes aus dieser Energiequelle gewonnen werden. Darüber hinaus will man noch große Mengen an Windstrom exportieren. Weil die Windkraftgewinnung auf dem Meer noch Zeit braucht, wird die Erweiterung der Windparks auf dem Land gerade im Eiltempo vorangetrieben.

Die Landesregierung will die für Windkraft genehmigte Fläche von bisher 0,8 Prozent auf mindestens 1,5 Prozent ausweiten. Es geht um etwa 11.000 Hektar. Im Frühjahr kommenden Jahres soll eine endgültige Flächenkartierung vorgenommen werden. Schon jetzt zeigt sich: Windenergie ist zum knallharten Geschäft geworden. Doch was der Branche finanziellen Segen bringt, sorgt gleichzeitig auch für reichlich Unfrieden in der Bevölkerung.[...]

Den kompletten Artikel können Sie auf der ZEIT ONLINE-Webseite lesen.

Quelle: ZEIT ONLINE / Dieter Hanisch

717 Wattenbeker wollen Bürgerentscheid (Holsteinischer Courier vom 23.11.2011)

Die Unterschriftenlisten gegen Windkraft im Ort werden jetzt im Amt Bordesholmer Land geprüft / Kommunalaufsicht hat das letzte Wort

Die Unterschriftensammlung für ein Bürgerbegehren zur Windkraft in Wattenbek ist abgeschlossen. Am Montag überreichten die Wattenbeker Dr. Matthias Brunke, Stefan Bauchrowitz und Marco Hoppe der Amtsverwaltung einen Listenstapel mit insgesamt 717 Namen. Das sind fast drei Mal so viele Namen wie offiziell benötigt. Das Begehren muss laut Vorschrift von mindestens zehn Prozent (das sind 245 stimmberechtigte Personen) aller Wahlberechtigten unterzeichnet sein, damit ein Bürgerentscheid herbeigeführt werden kann.

Alle Unterzeichner plädieren dafür, dass die Gemeinde Wattenbek im Entwurf für die Fortschreibung des Regionalplans eine ablehnende Stellungnahme zu der 140 Hektar großen Fläche abgibt. Wie bereits berichtet, hatten sich die Wattenbeker Gemeindevertreter mehrheitlich für die Ausweisung von Windkraftlächen ausgesprochen.

Birthe Christensen, Verwaltungsmitarbeiterin im Bürobüro, hat nun rund eine Woche Zeit, um die angegebenen Personendaten dahingehend zu prüfen, ob auch alle Unterzeichner dem Kreis der Wattenbeker Abstimmungsberechtigten angehören. Zeitgleich wird die Kommunalaufsicht des Kreises Rendsburg-Eckernförde prüfen, ob etwas gegen die Zulässigkeit des Begehrens spricht. Wenn das nicht der Fall ist, muss die Gemeindevertretung grünes Licht für einen Bürgerentscheid geben.

Der geltende Beschluss kann dann gekippt werden, wenn die Mehrheit der Abstimmungsberechtigten gegen die Ausweisung des Windeignungsraumes votiert. Die Mehrheit muss allerdings mindestens 20 Prozent der 2345 Stimmberechtigten betragen.

Quelle: shz/Holsteinischer Courier (von G.Böge)

717 Unterschriften übergeben (Kieler Nachrichten vom 22.11.2011)

717 Unterschriften übergeben

Quelle: Kieler Nachrichten vom 22.11.2011 / Frank Scheer

Haus und Grund fordert Ausgleich (Kieler Nachrichten vom 19.11.2011)

Haus und Grund fordert Ausgleich

Quelle: Kieler Nachrichten vom 19.11.2011 / Frank Scheer