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Archiv für die Kategorie „Windkraft“

Deutliche Ablehnung der Fläche 170

Die Wattenbeker Bürger haben entschieden!

Auf die Frage “Sind Sie dafür, dass die Gemeinde Wattenbek eine ablehnende Stellungnahme zu der Fläche 170 im Entwurf der Teilfortschreibung des Regionalplanes abgibt?” antworteten 823 Bürger mit “Ja” (66,2%) und nur 414 mit “Nein” (33,3%) bei 6 ungültigen Stimmen.

Somit haben von 2350 Wahlberechtigten 1243 Bürger Ihre Stimme aubgegeben. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 52,9%.

Damit steht fest, dass die Gemeinde Wattenbek eine ablehnende Stellungnahme zu der Fläche 170 abgeben wird.

Die Ergebnisse sind im Detail auf den Webseiten der Gemeinde Wattenbek und des Amts Bordesholm nachzulesen.

Wirtschaftliche Aspekte

Nachdem wir Ihnen in der Vergangenheit viele Informationen zu Gesundheitsgefahren, dem Naturschutz und der Veränderung des Landschaftsbildes zur Verfügung gestellt haben, befassen wir uns in einem neuen Artikel mit den wirtschaftlichen Aspekten eines Windparks. Sie finden den Artikel unter Informationen.

Wir möchten Sie darüber hinaus noch einmal auf die Informationsveranstaltung am morgigen 09. Januar 2012 um 19:30 im Rathaus des Amt Bordesholm hinweisen.

Planlosigkeit der Regierung in der Umsetzung der Energiewende

Deutschland steigt aus, aus Kohle und Atom. Seit der Klima-Erwärmung und der Atomkatastrophe von Fukushima scheint der Fahrplan klar: hin zu den erneuerbaren Energien! Schon im Jahr 2020 will Deutschland 35% des Stroms daraus gewinnen. Soweit das Ziel. Doch Energie-Experten kritisieren: Es fehlt der konkrete Plan für die Umsetzung. Stattdessen fließen Milliarden Euro über das Erneuerbare-Energien-Gesetz ungeordnet in den Ausbau des Ökostroms. Allzu oft kommt nichts der gewonnenen Energie aus Windenergieanlagen in der Steckdose der Endverbraucher an.

Die vorhandene Infrastruktur der Stromnetze macht ein häufiges Abschalten der Windenergieanlagen notwendig, auch bei besten Windbedingungen. Die Stromnetze können den erzeugten Strom derzeit einfach nicht aufnehmen bzw. transportieren. Es ist heute schon so, dass nicht der ganze in Schleswig-Holstein durch Windenergie produzierte Strom auch in Schleswig-Holstein benötigt wird. Vielmehr soll er in die Ballungszentren des Südens transportiert werden. Und genau da liegt das Problem: Die Trassen zum Transport des Stroms fehlen, sowohl auf dem Festland als auch auf See.

Das macht ein Ausweisen neuer Windeignungsflächen in Schleswig-Holstein derzeit absolut unnotwendig und unlogisch. Wichtig wäre zunächst einmal ein geplanter Ausbau der Netzinfrastruktur, um die vorhandenen Windenergieanlagen überhaupt produktiv betreiben zu können. In diesem Jahr sind die vorhandenen Windenergieanlagen Schleswig-Holsteins 70 Prozent häufiger abgeschaltet worden, als im Jahr 2010 (siehe Bericht „Panorama“, ARD vom 17.11.2011). Da zeigt sich die eindeutige Planlosigkeit der Regierung in der Umsetzung der Energiewende. Wollen wir zum jetzigen Zeitpunkt noch mehr Windeignungsflächen ausweisen, die wir dann auch abschalten müssen? Nur um einige wenige Betreiber und Landeigentümer zu bereichern? Ist das unser Beitrag zur Energiewende?

Durch diese Art der Umsetzung der Energiewende zahlt jeder Bürger die Zeche für den Strom, der oft nicht einmal produziert wird. Denn die Betreiber erhalten auch ihr Geld, wenn die Anlagen abgeschaltet sind. All das sind Argumente, die bei einer Ausweisung neuer Windeignungsflächen äußerst kritisch betrachtet werden müssen. Die Ausweisung der Fläche 170 hat nichts mit der sinnvollen Umsetzung der Energiewende zu tun. Welchen Grund kann es geben, ein Gebiet als Windeignungsfläche auszuweisen, welches unwirtschaftlich ist, kaum einen Beitrag zur Energiewende liefert und noch dazu die Natur und viele Menschen gefährdet?

Weitere Informationen zum Thema Energiewende finden Sie in unserem Informations-Bereich.