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Ja zur Windkraft, aber Bordesholm blickt nach Wattenbek (Holsteinischer Courier vom 16.11.2011)

Einvernehmlich sprachen sich die Bordesholmer Gemeindevertreter um Bürgermeister Helmut Tiede auf der Sitzung am Montag für die Unterstützung der Energiewende durch die Ausweisung neuer Windenergieeignungsflächen aus.

Mehrheitlich fiel der Grundsatzbeschluss, dass die Gemeinde Bordesholm hinter der Aufnahme der Eignungsfläche Nr. 170 auf ihrem Gemeindegebiet in der Teilfortschreibung des Regionalplanes steht. Die etwa 140 Hektar große Fläche ist überwiegend den Wattenbeker Nachbarn zugeordnet. Auf den Bordesholmer Bereich entfallen rund acht Hektar. Die Wattenbeker Gemeindevertreter haben bereits mehrheitlich für die Ausweisung gestimmt. Allerdings hat sich in Wattenbek eine Bürgerinitiative gegründet, die Unterschriften für ein Bürgerbegehren sammelt, damit ein Bürgerentscheid auf den Weg gebracht werden kann. Sollte es einen Entscheid geben und sich die abstimmungsberechtigten Wattenbeker gegen die Eignungsfläche aussprechen, ist der Gemeindebeschluss gekippt.

Damit verbunden wäre dann auch ein Aus für die Windkraft in Bordesholm. Dennoch begrüßen die Bordesholmer den Vorstoß aus Wattenbek. Sie fassten den Beschluss, sich dem nachbarschaftlichen Votum auch anschließen zu wollen. Mehrheit lehnten dagegen die Bordesholmer Ortspolitiker die Anregung ab, die Anzahl der Windmühlen im gesamten Plan 170 auf drei oder vier Stück zu begrenzen.

In der Bordesholmer Stellungnahme an die Landesplaner ist auch verankert, dass insbesondere die Hinweise der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Neumünster in die Bewertung der Eignungsfläche mit einfließen sollen. Wie berichtet grenzt der Plan 170 an das Naturschutzgebiet “Dosenmoor”. In dem Papier spricht sich die Neumünsteraner Behörde eindeutig gegen Windräder am Rande des Dosenmoores aus. Der Verein Infozentrum Dosenmoor schloss sich dem an.

QUelle: Shz/Holsteinischer Courier (von gb)

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