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Gesundheit

Windkraftanlagen erzeugen gesundheitsgefährdenden Infraschall und Lärm

Windkraftparks erzeugen einen gesundheitsschädlichen Infraschall, der für das menschliche Ohr nicht hörbar ist, aber Schwingungen verursacht. Alle Entfernungen unter 1.500 m sind nach neuesten wissenschaftlichen Untersuchungen nicht sicher. Eine Schutzzone für Mensch und Tier sollte eine Entfernung von 2 bis 2,5 km umfassen. Durch die Einwirkung von Infraschall können Symptome wie Schlafstörungen, Tinnitus, Schwindel, Herz- und Kreislaufbeschwerden sowie Konzentrations- und Lernstörungen bei Kindern auftreten.

Der Betrieb von Windparks ist untrennbar verbunden mit der Gesundheitsvorsorge auch für die Bürgerinnen und Bürger von Wattenbek, Bordesholm und Negenharrie!

Windkraftanlagen erzeugen Lärm. Zu diesem zählt auch der Infraschall. Die Frequenz von Infraschall liegt unter 16 Hz und ist daher vom Menschen nicht hörbar. Deswegen taucht dieser Lärm bisher auch nicht in mittlerweile längst überholten technischen Bestimmungen wie der „TA Lärm“ von 1998 auf. Dennoch ist der Infraschall wahrnehmbar. Tiere, wie z.B. Elefanten kommunizieren über den Infraschall, den sie mit den Füßen und dem Rüssel wahrnehmen.

Wissenschaftler und wissenschaftliche Institutionen warnen vor gesundheitsgefährdenden Wirkungen des Infraschalls auf Mensch und Tier (Quellen siehe unten).

Zu den zahlreichen schädlichen Wirkungen zählen:

  • Schlafstörungen
  • Schlaflosigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Tinnitus (Ohrengeräusche) und Ohrendruck
  • Schwindel und Übelkeit
  • verschwommenes Sehvermögen
  • Bluthochdruck
  • Herzrasen
  • Reizbarkeit
  • Konzentrationsprobleme
  • Panikattacken

Der Mensch wird insbesondere in Ruhephasen, z.B. in der nächtlichen Schlafenzeit vom Infraschall gestört. Neueste Studien kommen zu dem Schluss, dass Entfernungen von weniger als 1,5 km als unsicher eingestuft werden müssen. In diesem Umkreis zur Fläche 170 befinden sich in Wattenbek auch der Kindergarten und die Schule.

Um eine Gefährdung auszuschließen wird ein Abstand von Wohngebieten und den Windkraftanlagen zwischen 2 und 2,5 km empfohlen. Das würde auch bedeuten, dass kein Einwohner von Wattenbek und Bordesholm gesundheitsschädliche Auswirkungen zu befürchten hätte.

In der Bürgerfragestunde in Wattenbek am 1. November 2011 wurde die Gesundheitsgefährdung der Bürgerinnen und Bürger von Wattenbek und Bordesholm durch Infraschall durch den Umwelt- und Bauausschuss nicht anerkannt, da es gesetzlich nicht erforderlich ist.

So ist nur zu folgern, dass die Gesundheitsvorsorge bei den Entscheidungen im Umwelt- und Bauausschuss leider NICHT als oberste Priorität betrachtet wird! Aufgrund des Abstimmungsergebnisses der Gemeindevertreter am 3. November 2011 gilt dies wohl auch für diejenigen Gemendevertreter, die sich für den Windpark ausgesprochen haben.

Eine solche bürgerunfreundliche Haltung ist nicht verständlich und verstörend.

 

Quellen:

Weitere interessante Links:

Nächtliche Lärmbelästigung

Die vorgegebenen Abstände von Windkraftanlagen beziehen sich auf eine Lautstärke von 45 dB (A) aufgrund Immissionsrichtwerte der mittlerweile längst überholten „TA Lärm“ von 1998.

In einer Richtlinie der Weltgesundheitsorganisation (WHO; Night Noise Guideline, 2009, beauftragt durch die Europäische Kommission) wird eine Lautstärke von 40 dB (A) gefordert, in deutscher Sprache veröffentlicht und kommentiert durch das Umweltbundsamt:

„Ab 40 dB (A) sind adverse Gesundheitseffekte in der exponierten Bevölkerung deutlich messbar. Ein großer Anteil der Bevölkerung muss sein Leben anders einrichten, um mit der Lärmsituation in der Nacht umzugehen. Empfindliche Gruppen sind jetzt deutlich stärker betroffen.“

Quelle: Information des Umweltbundsamtes. Telegramm Umwelt + Gesundheit, Ausgabe 06/2009 vom 9. Oktober 2009.
http://www.umweltbundesamt.de/gesundheit/telegramm/Ausgabe06-2009-.pdf

zum Thema Lärmwirkungen siehe auch:
http://www.umweltbundesamt.de/laermprobleme/laermwirkungen/index.htm

zum Thema Lärm und Krankheitslast siehe auch:
Information des Umweltbundsamtes. Krankheitslast durch Umweltlärm – Quantifizierung des Verlustes an gesunden Lebensjahren in Europa Telegramm Umwelt + Gesundheit, Ausgabe 02/2011 vom 4. April 2011.
http://www.umweltbundesamt.de/gesundheit/telegramm/Ausgabe02-2011.pdf